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Dekarbonisierung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus

Die BMW Group integriert Kreislaufmaterialien und CO2e-arme Fertigung im Neue-Klasse-i3 zur Reduktion von Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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Dekarbonisierung über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus

Der neue BMW i3 verfolgt einen lebenszyklusorientierten Entwicklungsansatz für Elektrofahrzeuge, bei dem Kreislaufmaterialien, emissionsarme Lieferketten und energieeffiziente Systeme kombiniert werden, um CO2e-Emissionen in Produktion und Nutzung zu reduzieren.

Lebenszyklusbasierte Entwicklung und CO2e-Strategie
Der BMW i3, Teil der Neue-Klasse-Plattform, setzt auf das Prinzip „Design for Circularity“ in Verbindung mit einer 360°-Nachhaltigkeitsstrategie. Dieser Ansatz berücksichtigt nicht nur die Nutzungsphase, sondern auch vorgelagerte Emissionen aus Lieferketten, Materialgewinnung und End-of-Life-Recycling. Er unterstützt die langfristigen CO2e-Reduktionsziele der Automobilindustrie.

Ein zentrales Ergebnis ist die Zeit-bis-Vorteil-Metrik: Abhängig von Antriebsvariante, jährlicher Fahrleistung und Stromquelle erreicht der vollelektrische i3 50 xDrive innerhalb von ein bis zwei Jahren eine bessere CO2e-Bilanz als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Unterstützt wird dies durch das EfficientDynamics-Paket, das Aerodynamik, Leichtbau, Rollwiderstand und Energiemanagement systemübergreifend optimiert.

Dekarbonisierung der Lieferkette und Batterietechnologie

Ein wesentlicher Anteil der Emissionen entsteht in vorgelagerten Prozessen. Durch gezielte Maßnahmen in der Produktentwicklung konnten die CO2e-Emissionen in der Lieferkette um etwa 33 % reduziert werden. Dies wird durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien sowie durch Prozessinnovationen in der Hochvoltbatterieproduktion erreicht.

Die Batteriezellen der sechsten Generation (Gen6) enthalten Sekundärrohstoffe wie Kobalt, Lithium und Nickel. Zudem werden Kathoden- und Anodenmaterialien unter Einsatz erneuerbarer Energien hergestellt, wodurch die CO2e-Emissionen pro Wattstunde im Vergleich zur Gen5 um rund 33 % gesenkt wurden. Damit wird die Batterieproduktion zu einem zentralen Hebel im automotive data ecosystem zur Emissionsoptimierung.

Materialeffizienz und Umsetzung der Kreislaufwirtschaft
Das Fahrzeug besteht insgesamt zu etwa 30 % aus Sekundärmaterialien, mit höheren Anteilen in einzelnen Komponenten. Aluminiumgussteile wie Radträger enthalten bis zu 80 % recyceltes Material, während Felgen einen Anteil von 70 % Sekundäraluminium erreichen. Das Gehäuse des Elektromotors besteht zu bis zu zwei Dritteln aus recyceltem Aluminium und wird teilweise mit erneuerbarer Energie produziert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion der Materialvielfalt. So wurde beim Frontstoßfänger die Anzahl der verwendeten Materialien von 15 auf sieben reduziert, wodurch die Recyclingfähigkeit erhöht wird. Der Anteil recycelbarer Kunststoffe steigt dabei von etwa 46 % auf rund 85 %, was eine hochwertigere Rückgewinnung am Lebensende ermöglicht.

Innenraumkomponenten folgen ebenfalls diesem Prinzip. Sitzbezüge bestehen aus einem textilen Verbundmaterial auf Basis von 100 % recyceltem PET, wodurch sowohl CO2e-Emissionen als auch Wasserverbrauch in der Produktion reduziert werden. Verbesserte Demontageeigenschaften erleichtern die sortenreine Trennung und unterstützen geschlossene Materialkreisläufe innerhalb der digitalen Lieferkette.

Einsatz recycelter und alternativer Materialien
Der BMW i3 verwendet recycelte maritime Kunststoffe aus gebrauchten Fischernetzen und Seilen für Komponenten wie Motorabdeckung und Stauraum unter der Fronthaube. Diese enthalten bis zu 30 % recyceltes Material und zeigen die Integration alternativer Rohstoffquellen in die Fahrzeugproduktion.

Weitere Innenraumelemente wie Dachhimmel und Verkleidungen bestehen aus Garnen, die vollständig aus recycelten Fasern hergestellt werden. Diese Anwendungen verdeutlichen die Skalierbarkeit von Sekundärmaterialien über strukturelle Komponenten hinaus.

Integration in die Produktion
Die Fertigung erfolgt im BMW Group Werk München, das umfassend modernisiert wurde, um die Produktion der Neue-Klasse-Modelle zu unterstützen. Dazu gehören eine neue Karosseriebauanlage, modernisierte Montagelinien und erweiterte Logistikflächen. Diese Infrastruktur ermöglicht die Integration von Kreislaufmaterialien und energieeffizienten Prozessen in die Serienproduktion.

Systemischer Beitrag zur Dekarbonisierung

Der BMW i3 zeigt, wie die Kombination aus Kreislaufwirtschaft, erneuerbaren Energien und Batterietechnologie die CO2e-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs reduzieren kann. Durch die systematische Betrachtung aller Phasen – von Entwicklung über Produktion bis zur Nutzung  entsteht ein integrierter Ansatz zur Dekarbonisierung.

Dieser Ansatz unterstützt die Entwicklung messbarer, lebenszyklusbasierter Standards für Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie, insbesondere im Kontext wachsender regulatorischer Anforderungen und steigender Transparenz bei CO2e-Bilanzen.

Bearbeitet von der Industriejournalistin Sucithra Mani mit Unterstützung von KI.

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