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Kameradaten-Replay für ADAS-Validierungsworkflows
Vector Informatik und Solectrix kombinieren Simulation, Embedded Vision und Replay-Infrastruktur, um die reproduzierbare Validierung kamerabasierter Fahrerassistenzsysteme zu verbessern.
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Die Validierung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme und automatisierter Fahrsoftware hängt zunehmend von reproduzierbaren Sensortests statt von wiederholten physischen Fahrzeugversuchen ab. Vector Informatik und Solectrix haben eine gemeinsame Validierungsumgebung entwickelt, die Simulation, Kamera-Replay und ECU-basierte Tests kombiniert, um Regressionsanalysen, Fehlerinjektion und Softwareverifikation in der Automobilentwicklung zu unterstützen.
Integrierte ADAS-Validierungsarchitektur
Die Zusammenarbeit adressiert einen zentralen technischen Engpass in der Entwicklung von ADAS- und automatisierten Fahrsystemen: die reproduzierbare Nachbildung identischer kamerabasierter Testbedingungen über verschiedene Softwareversionen hinweg. Reale Fahrzeugtests bringen häufig Umgebungsvariabilität mit sich, was die Isolierung von Software-Regressionen oder die konsistente Validierung von Grenzfallszenarien erschwert.
Die kombinierte Plattform integriert die CANoe- und DYNA4-Umgebungen von Vector Informatik mit Solectrix’ proFRAME-Infrastruktur für Videoerfassung und Replay. CANoe bietet Fahrzeugsimulation im Netzwerk, ECU-Kommunikationsanalyse und Restbussimulation, während DYNA4 virtuelle Fahrszenarien erzeugt. Solectrix bringt Embedded-Vision-Know-how sowie die Hardwareebene für die Erfassung, Wiedergabe und Manipulation automobiler Kameradatenströme ein.
Dadurch entsteht ein durchgängiger Automotive-Testworkflow von der Generierung virtueller Szenarien über Video-Replay bis hin zur ECU-Validierung.
Echtzeit-Sensor-Replay und ECU-Schnittstellenemulation
Eine zentrale technische Fähigkeit ist die Umwandlung virtueller Fahrszenarien in Live-Kameradatenströme für ECU-Tests. Dadurch können Entwicklungsteams das Verhalten von Wahrnehmungs- und Datenfusionssystemen validieren, ohne ein physisches Testfahrzeug einsetzen zu müssen.
Das Setup emuliert zudem parallel zum Video-Replay die I2C-Kommunikation der Kamera. Da Automotive-Kameras Konfigurations-, Steuerungs- und Statusdaten über I2C mit ECUs austauschen, reicht die reine Wiedergabe von Bilddaten für eine realistische Validierung nicht aus. Die gleichzeitige Protokollemulation ermöglicht es der getesteten ECU, mit der simulierten Kameraumgebung so zu interagieren, als wäre Produktionshardware angeschlossen.
Die Architektur unterstützt die synchronisierte und wiederholbare Wiedergabe sowohl realer als auch synthetischer Sensoreingaben und ermöglicht dadurch konsistente Vergleiche zwischen Softwareversionen.
Anwendungsfälle für Fehlerinjektion und Sicherheitsvalidierung
Die Plattform geht über Standard-Replay hinaus, indem sie gezielte Manipulationen von Video- und I2C-Daten unterstützt. Dies ermöglicht die kontrollierte Untersuchung von Fehlerzuständen wie beschädigter Bildübertragung, Sensor-Kommunikationsanomalien oder degradierten Eingangsszenarien.
Solche Tests sind insbesondere für sicherheitskritische ADAS-Funktionen relevant, bei denen die Robustheit der Wahrnehmung unter abnormalen Betriebsbedingungen validiert werden muss. Kontrollierte Fehlerinjektion reduziert die Abhängigkeit von schwer reproduzierbaren Feldszenarien und verbessert gleichzeitig die Testabdeckung.
Dies entspricht breiteren Entwicklungen im softwaredefinierten Fahrzeug, bei denen sich die Validierung zunehmend in Richtung simulationsgetriebener Tests und kontinuierlicher Software-Regression verlagert.
Präsentation auf der Automotive Testing Expo
Vector Informatik und Solectrix präsentieren die integrierte Validierungsumgebung auf der Automotive Testing Expo, die vom 23. bis 25. Juni 2026 in Stuttgart stattfindet. Die Demonstration wird am Stand von Vector in Halle 1, Stand 1602, gezeigt, während zusätzliche Embedded-Vision- und Video-Replay-Anwendungen am Stand von Solectrix in Halle 1, Stand 1321, präsentiert werden.
Zusätzlicher Kontext
Dieser Abschnitt enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbsvergleiche, die in der ursprünglichen Pressemitteilung nicht enthalten waren.
Vergleichbare Automotive-Validierungsplattformen umfassen Sensorsimulationsumgebungen von dSPACE sowie PXI-basierte ADAS-Testarchitekturen von NI, die beide häufig für Hardware-in-the-Loop- und Sensorvalidierung eingesetzt werden. Das Unterscheidungsmerkmal dieser Implementierung liegt in der Integration von virtueller Fahrsimulation, synchronisiertem Kamera-Replay und I2C-Kameraschnittstellenemulation innerhalb eines einheitlichen Workflows. Die proFRAME-Plattform von Solectrix unterstützt mehrere Automotive-Kameraschnittstellen, darunter GMSL, FPD-Link, ASA-ML, GVIF, A-PHY und CSI-2, wodurch die Kompatibilität mit aktuellen Automotive-Bildverarbeitungsarchitekturen erweitert wird.
Bearbeitet von Aishwarya Mambet, Induportals-Redakteurin, mit Unterstützung von KI.
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