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Fallstudien

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Elektrische Lkw als Wettbewerbsvorteil

Der Strategiereport von MAN Truck & Bus zeigt anhand internationaler Flottenbetreiber, wie die Elektrifizierung des Nutzfahrzeug-Fuhrparks zu strukturellen Kostenvorteilen und langfristiger Marktführerschaft führt.

  www.man.eu
Elektrische Lkw als Wettbewerbsvorteil

Anwendungsbereich: Nutzfahrzeuglogistik
Industrie: Transport und Logistik

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Gesetzliche Vorgaben wie die Reduktion der CO₂-Flottenwerte um 45 Prozent bis 2030 und 90 Prozent bis 2040 zwingen Hersteller und Spediteure zum Handeln. Gleichzeitig fordern Verlader in Ausschreibungen zunehmend emissionsfreie Transportlösungen. Batterieelektrische Lkw haben sich längst von der Zukunftsvision zur operativen Realität gewandelt: Mehr als 15.000 eTrucks, betrieben von rund 5.000 Transportunternehmen, sind täglich auf Europas Straßen im Einsatz. Branchenstudien prognostizieren, dass der Anteil batterieelektrischer Neuzulassungen ab 2030 auf 15 bis 35 Prozent steigen wird, während bis 2035 etwa die Hälfte aller europäischen Spediteure mindestens einen eTruck in ihrer Flotte betreiben wird.

Das Gesamtsystem als wirtschaftlicher Hebel
Der wirtschaftliche Erfolg der Elektrifizierung hängt maßgeblich von der Optimierung des Gesamtsystems ab, das aus dem Fahrzeug, der Ladeinfrastruktur, dem Energiemanagement und dem Depot besteht. Da bis zu 90 Prozent aller Ladevorgänge am eigenen Standort stattfinden, bildet das Depot den zentralen Ansatzpunkt für Effizienzsteigerungen. Durch die Kombination von Photovoltaikanlagen, stationären Batteriespeichern und intelligentem Laden (Smart Charging) lassen sich die Energiekosten auf unter 16 Cent pro Kilowattstunde senken. Über einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren resultieren daraus Gesamtkostenvorteile (TCO) von bis zu 13 Prozent im Vergleich zu konventionellen Diesel-Fahrzeugen.

Praxisbeispiele internationaler Flottenbetreiber
Der Report untersucht drei unterschiedliche Flottenarchetypen, die den Übergang zur Elektromobilität erfolgreich vollzogen haben. Foppiani Transport aus Italien setzt im nationalen Linien- und Spezialverkehr auf eine MAN-basierte Flotte, Depotladung und eine 350-kWp-Photovoltaikanlage, wodurch anfallende Mehrkosten durch Aufpreise für Zero-Emission-Transporte und die direkte Einbindung der Kunden kompensiert werden. Das deutsche Unternehmen Betonwerk Bad Lausick setzt in der Betonlogistik auf fünf MAN eTGX mit jeweils sechs Batteriepaketen, 400-kW-Ladepunkte, 1,8 MWp Photovoltaikleistung und Batteriespeicher, um über fünf Jahre einen TCO-Vorteil von rund 500.000 Euro bei konsequenter Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Der österreichische Fernverkehrsspezialist Schlager Transport Logistik betreibt bereits eine zur Hälfte batterieelektrische Flotte und bereitet sich mit einem integrierten Depot-Energiesystem aus 765 kWp Photovoltaik und 1,6 MWh Speicher auf den vollständigen Umstieg bis 2030 vor.

Foppiani Transport: Der strukturierte Einstieg
Das familiengeführte Unternehmen Foppiani Transport aus Mailand setzt im nationalen Linien- und Spezialverkehr auf eine vollständig MAN-basierte Flotte. Mit einem elektrischen Sattelzug, einem E-Fahrgestell sowie einem weiteren bestellten MAN eTGX demonstriert das Unternehmen, dass auch bei anspruchsvollen Rahmenbedingungen ein gezielter Einstieg möglich ist. Flankiert wird dies durch eine 350-kWp-Photovoltaikanlage am Standort. Pietro Zanon, Purchasing & Maintenance Manager bei Foppiani, erklärt dazu:

„Der Mehrwert batterieelektrischer Lkw überwiegt die zusätzlichen Kosten – denn unsere Kunden sind bereit, für den gebotenen Nutzen einen Aufpreis zu zahlen.“

Betonwerk Bad Lausick: Skalierung und Wirtschaftlichkeit
In der zeitkritischen Betonlogistik setzt das mittelständische Unternehmen Betonwerk Bad Lausick konsequent auf fünf MAN eTGX, die mit jeweils sechs Batteriepaketen ausgestattet sind. Die Energieversorgung an den Standorten stützt sich auf 400-kW-Ladepunkte, 1,8 MWp Photovoltaikleistung sowie stationäre Batteriespeicher. Durch diese Infrastruktur wird ein Total-Cost-of-Ownership-Vorteil von rund 500.000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erreicht. Geschäftsführer Robin Schulze betont die rationale Ausrichtung:

„Ich werde mich nicht hinstellen und Greenwashing betreiben. Über allem muss die Wirtschaftlichkeit stehen.“

Schlager Transport Logistik: Elektrifizierung als Geschäftsstrategie
Für den österreichischen Fernverkehrsspezialisten Schlager Transport Logistik ist die Elektromobilität ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen betreibt bereits eine zur Hälfte batterieelektrische Flotte und strebt die vollständige Umstellung bis 2030 an. Basis hierfür ist ein integriertes Depot-Energiesystem in Saxen mit 765 kWp Photovoltaik und 1,6 MWh Speicherkapazität. Inhaber Hubert Schlager fasst die Ergebnisse zusammen:

„Ich bin der festen Überzeugung, dass bereits heute rund die Hälfte des Nutzfahrzeug-Fuhrparks in Deutschland und Österreich wirtschaftlich elektrifiziert werden kann.“

Fazit und Marktausblick
Die analysierten Flottenbeispiele verdeutlichen, dass elektrische Lkw im operativen Alltag bereits wirtschaftlich betrieben werden können. Den entscheidenden Vorsprung sichern sich jene Unternehmen, die das Zusammenspiel aus Fahrzeug, Depot sowie intelligentem Lade- und Energiemanagement ganzheitlich umsetzen. Roland Schurig, Vice President Zero Emission Projects bei MAN Truck & Bus, fasst zusammen:

„Die Beispiele zeigen: Elektrische Lkw sind heute bereits wirtschaftlich. Den entscheidenden Vorsprung sichern sich aber nur die Unternehmen, die das Gesamtsystem aus Fahrzeug, Depot sowie Lade- und Energiemanagement elektrifizieren.“

Verfasst von Sucithra Mani, Induportals Redaktion – adaptiert durch KI.

www.mantruckandbus.com

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