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MAN BEGEISTERT MIT UMFASSENDER ANTRIEBSVIELFALT
Unter dem Motto „Simplifying Business“ zeigt MAN auf der IAA das gesamte Lkw-Antriebsportfolio mit neuesten Elektro-, Wasserstoff- und Dieselantrieben.
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Die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs steht im Fokus des Auftritts von MAN Truck & Bus auf der IAA Transportation 2024. Die in Halle 12, Stand C04, präsentierten Lkw mit Elektro-, Wasserstoff- und modernstem Dieselantrieb stehen stellvertretend für die innovativen und nachhaltigen Transportlösungen des Unternehmens.
Als Treiber der Nachhaltigkeit im Transportwesen beginnt für MAN auf der IAA 2024 eine neue Ära: Unter dem Motto „Simplifying Business“ zeigt das Unternehmen erstmals sein gesamtes Lkw-Antriebsportfolio mit Elektro-, Wasserstoff- und Dieseltechnologie. Darunter ist mit dem MAN eTGL eine Weltpremiere: Der elektrisch angetriebene 12-Tonner rundet das Elektro-Lkw-Portfolio von MAN um den leichten Verteilerverkehr nach unten ab. Mit dem eTGL bietet MAN seinen Kunden nun ein vollständiges Portfolio an elektrischen Trucks von zwölf bis 50 Tonnen – samt zugehöriger Beratungs- und Servicedienstleistungen, die ebenfalls präsentiert werden.
Der Wasserstoff-Verbrenner MAN hTGX ergänzt das Zero-Emission-Portfolio komplementär für spezielle Anwendungen. Als erster europäischer Lkw-Produzent wird MAN ab 2025 eine Kleinserie mit Wasserstoff-Verbrenner aufsetzen.
Im Zentrum der Neuerungen bei den konventionellen Dieselantrieben für MAN Sattelzugmaschinen ab Modelljahr 2025 steht eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und CO2-Ausstoßes um bis zu vier Prozent. Möglich wird das durch den hocheffizienten, komplett neu entwickelten PowerLion-Antriebsstrang mit dem neuen D30-Motor, der auf der gemeinsamen Komponentenplattform der TRATON GROUP basiert, dem neuen MAN TipMatic 14-Getriebe und aerodynamischen Maßnahmen.
eTGL feiert Weltpremiere auf der IAA
Zur IAA 2024 stellt MAN Truck & Bus erstmals den neuen MAN eTGL vor. Der elektrisch betriebene 12-Tonner rundet das MAN Elektro-Lkw-Portfolio um den leichten Verteilerverkehr ab. Mit seinen bis zu 235 Kilometern Reichweite, schnellem Laden in rund 30 Minuten und bis zu 6.600 Kilogramm Nutzlast, je nach Aufbau, bietet er die ideale Kombination für leisen und lokal CO2-freien Transport in der urbanen Warenlogistik für Lebensmittelketten, Einzelhändler oder die Gastronomie. Zusammen mit eTGS und eTGX bietet MAN mit dem neuen eTGL nun das komplette Gesamtgewichtsportfolio von zwölf bis 50 Tonnen vollelektrisch an. Vergleichsweise geringe Reichweitenanforderungen, die Möglichkeit des Depotladens an den Logistikstandorten und zunehmende Lärm- und Emissionsrestriktionen für Verbrenner-Lkw in den Innenstädten machen den urbanen Verteilerverkehr zu einem wichtigen Startsegment für den Umstieg auf die Elektromobilität. Der MAN eTGL erweitert die schon heute unzähligen eTruck-Konfigurationsvarianten noch einmal beträchtlich.

eTruck-Portfolio von MAN wächst deutlich
Die „schweren“ Brüder des eTGL – der MAN eTGX und MAN eTGS – zeigen sich fit für die Bedarfe aller relevanten Branchen, Aufbaulösungen und Transportaufgaben. Mit ihren drei, vier, fünf oder sechs modular kombinierbaren und variabel positionierbaren Batterien bieten die 18- bis 28-Tonnen-Fahrgestelle von MAN eTGX und MAN eTGS mit ihren wahlweise 333, 449 oder 544 elektrischen PS den Kunden noch mehr Flexibilität. Auf der IAA präsentiert MAN erstmals auch ein Batterielayout mit einer siebten Hochvolt-Batterie für das MAN eTGX 6x2 Fahrgestell. Diese siebte Batterie erhöht mit einer Kapazität von 623 kWh (560 kWh nutzbar) die Reichweite noch einmal deutlich: Je nach Fahrweise ergibt sich eine Reichweite von rund 650 Kilometern, ohne nachladen zu müssen. Die zusätzliche Batteriepower lässt sich natürlich auch für den Betrieb von Nebenaggregaten nutzen. Die siebte Batterie wird von MAN Individual eingebaut.
MAN eTGX und MAN eTGS werden für den kommenden Megawatt-Ladestandard MCS mit bis zu 1000 kW vorbereitet, was das Wiederaufladen innerhalb der Lenkzeitpause des Fahrers ermöglicht. Bis zu 800 Kilometer Tagesreichweite in der Konfiguration mit sechs Batterien sind so möglich, auch ausreichend für typische Fernverkehrsanwendungen. Nicht zuletzt deshalb ist das Kundeninteresse bereits groß: Rund 2300 Bestellanfragen und Bestellungen liegen bereits vor, darunter zuletzt ein Großauftrag aus Frankreich mit 100 Fahrzeugen.

Investitionen in Ladeparks und Ladestationen
Neben wettbewerbsfähigen BEV-Fahrzeugen spielt die Ladeinfrastruktur beim Hochlauf der Elektromobilität eine entscheidende Rolle. Erst kürzlich hat das Ladeinfrastruktur-Joint-Venture Milence, an dem MAN als Teil der TRATON GROUP neben Daimler Truck und Volvo Trucks beteiligt ist, daher einen der ersten großen Lkw-Ladeparks im Hafen von Antwerpen eröffnet. 1700 Ladepunkte sollen insgesamt auf Eigeninitiative der Hersteller in den nächsten Jahren entstehen. 50.000 insgesamt werden bis 2030 für die kontinuierlich steigende Zahl an Elektro-Lkw benötigt.
Im Rahmen ihrer neuen Kooperation werden der Energiekonzern E.ON und MAN Truck & Bus europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw aufbauen. E.ON und MAN investieren in die neuen Ladestandorte, die entlang des bestehenden MAN-Servicenetzes entstehen und an denen auch Nutzfahrzeuge anderer Hersteller öffentlich laden können. Allein in Deutschland sind rund 125 Standorte geplant. Damit entsteht hierzulande das bislang größte flächendeckende, öffentliche Ladenetz für schwere Nutzfahrzeuge. Weitere Standorte errichten E.ON und MAN zum Beispiel in Österreich, Großbritannien, Dänemark, Italien, Polen, Tschechien und Ungarn. Am MAN Service Standort Berlin-Wildau hat E.ON bereits zwei Ladepunkte in Betrieb genommen, zwei weitere Standorte (Karlsfeld und Fürstenwalde) stehen bereits wenige Monate nach der Ankündigung kurz vor der Inbetriebnahme.
MAN bringt als erster Hersteller Lkw mit Wasserstoffverbrenner
Parallel zum Hochlauf der Elektromobilität arbeitet MAN an der Wasserstofftechnologie als komplementäre Zero-Emission-Lösung für Spezialanwendungen wie Schwertransporte oder für Einsatzbereiche, in denen Ladeinfrastruktur nur schwer zu realisieren ist. Auf der IAA zeigt MAN den Prototypen eines Wasserstoff-Verbrenner-Lkw, der als MAN hTGX in Kleinserie von zunächst 200 Fahrzeugen ab 2025 erstmals an Kunden in Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Island sowie ausgewählten außereuropäischen Ländern ausliefert wird. Ebenso wie sein elektrisches Pendant erfüllt er die strengen Kriterien als Zero-Emission-Fahrzeug.

Hocheffizienter konventioneller Antrieb im Übergang
Für den im Technologieübergang zu Zero-Emission-Antrieben weiterhin bestehenden Bedarf an konventionellen Verbrenner-Lkw bringt MAN mit dem neuen PowerLion-Antriebsstrang einen hocheffizienten Motor für die Sattelzugmaschinen der Baureihen MAN TGX und TGS. Der auf Basis der gebündelten Technologiekompetenz der TRATON GROUP gezielt für MAN-Fahrzeuge entwickelte Motor erzielt mit dem ebenfalls neuen MAN TipMatic 14-Getriebe, einer neuen Bremsengeneration und aerodynamischen Maßnahmen eine beachtliche weitere Kraftstoffreduzierung und damit CO2-Minderung von bis zu 4 Prozent. Über die gesamte Fahrzeuglebensdauer ergibt dies bei den derzeitigen Dieselpreisen eine geschätzte Kostenersparnis von über 20.000 Euro und eine Einsparung von bis zu 35 Tonnen CO2.
In Ländern mit einer CO2-Maut wird er durch Einstufung in sehr günstige Mautklassen darüber hinaus weitere Einsparungen bei den Kilometerkosten bieten können.
Modernste Sicherheits- und Assistenzsysteme
Neben den Dekarbonisierungstechnologien stehen auf der IAA neue Assistenzsysteme im Vordergrund. Während MAN für seine Lkw-Baureihen die Fußgänger- und Radfahrererkennung, die dritte Generation des Notbremsassistenten EBA sowie die Abbiegehilfe zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer bereits seit Anfang 2024 in Serie produziert, trat die neue Version des Transporters MAN TGE mit einer Vielzahl an neuen Sicherheits- und Assistenzfunktionen im Mai auf der Messe Transpotec an. Darunter das System Cruise Assist Plus mit der Funktion Notfallassistent. Der Notfallassistent überwacht kontinuierlich die Aktivität des Fahrers. Bleibt diese aus, kann das System das Fahrzeug zum Stehen zu bringen und anschließend absichern (Warnblinkanlage aktivieren, eCall absetzen, Türen entriegeln).

MAN mit nachhaltigem Messebau auf der IAA 2024
Die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs steht im Fokus des MAN Auftritts auf der IAA Transportation 2024. Dem Gedanken der Nachhaltigkeit folgt auch die Konzeption des MAN Stands in Halle 12. Beim Messebau spielen vor allem wiederverwendbare Materialien eine Rolle, die nach der Veranstaltung in den Kreislauf zurückgeführt werden. So werden – im Sinne der Kreislaufwirtschaft und für eine langfristige Wertschöpfung – Müll und Abfälle auf ein Minimum reduziert und die Lebenszyklen der Produkte und Materialien verlängert. Für die Standausstattung kommen beispielsweise Aluminium, Teppichfliesen, Holz und Glas statt Schichtstoff und Plastik zum Einsatz. Drucksachen werden auf ein Minimum reduziert, das Standpersonal trägt Namensschilder aus Papier.
Die Aufbauten werden im Anschluss an die IAA eingelagert und für weitere Messen genutzt. Die meisten Möbel und Pflanzen sind gemietet. Gekaufte Pflanzen werden nach der IAA am MAN Standort München eingepflanzt bzw. in Büros aufgestellt. Eine genaue Kalkulation soll dafür sorgen, dass am Tagesende kein Essen übrigbleibt. Sollten dennoch nicht alle vorgesehenen Rationen verspeist worden sein, werden diese der Tafel gespendet und nicht weggeworfen. Gerichte und Snacks werden in Papierverpackungen ausgeteilt, Getränken in Tassen und Gläsern statt Pappbechern serviert. Jedes Crewmitglied von MAN bekommt eine wiederbefüllbare Trinkflasche, die an der Wasserzapfstation aufgefüllt wird.
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